Sehn Süchte

Jemand hat mich gefragt, was meine erotischen Sehnsüchte sind. Ich will es euch in einer kleinen Geschichte erzählen…

„Wenn du etwas an den Lippen spürst, öffne den Mund“

…waren die letzten Worte, die sie hörte. Seit geraumer Zeit nun schon, klangen alle Geräusche nur noch wie durch eine dicke Wattewand zu ihr, wirkten weit entfernt. Sie hatte Stöpsel in den Ohren. Darüber, aus weichem Leder, eine Kopfmaske, die sie vollständig bedeckte. Nur die Nasenlöcher waren frei, und der Mund. Die langen Haare fielen ihr über die nackten Schultern und Brüste.

Ihre Hände waren auf den Rücken gebunden, und dort in einem Ledersack verstaut. Die Taille war mit einem Unterbrustkorsett eng geschnürrt. Strapsbänder hielten die schwarzen Strümpfe. Ihre helle Haut zeichnete einen starken Kontrast zu den schwarzen Dekorationen, welche ihre Kurven betonten und gleichzeitig die einzige Kleidung waren.

Sie kauerte auf den Knien am Boden, wohl am Fussende seines Liegesessels. Durch die Blind- und Taubheit hatte sie sehr bald schon jegliches Gefühl für Zeit und Raum verloren.

Wenn sie etwas an den Lippen spürte, öffnete sie gehorsam den Mund… An einem Strohhalm saugte sie, erhielt Wasser. Manchmal etwas anderes, scharfes. Sie trank kurz, wich zurück. Der Strohhalm berührte die Lippen erneut. Sie trank. Gin Tonic vielleicht, oder Cola Whisky? Ihr schien es, als hätte sie zusammen mit der Sehfähigkeit auch gleich den sicheren Geschmackssinn verloren. Im Kopf wurde es ein wenig schwummerig.

Sie spürte seine Hände, die sie mitunter streichelten und tätschelten, wie ein kleines Tier. Er sprach auch mit ihr. Worte, die sie jedoch hinter der Maske nur als entferntes Timbre wahrnehmen konnte. Dann versuchte sie, den Kopf auf seine Knie zu legen, sich näher an ihn zu schmiegen.

Sie brauchte Hilfe, wenn sie sich auf ihrer Decke hinlegen wollte, auf der Seite, zusammengerollt wie eine Katze. Ohne den Einsatz ihrer Hände musste er sie abstützen, damit sie nicht fiel. Sie hatte keine Möglichkeit, ihre Scham im Liegen zu bedecken.

Manchmal berührte die feuchte Spitze seines Schwanzes ihre Lippen. Sie öffnete den Mund. Mit den Händen bedeutete er ihr, was er wünschte. Drückte er sie am Hinterkopf über sich, blies sie ihn. Hielt er ihren Kopf mit beiden Händen fest, wusste sie, er wollte sie in den Mund vögeln. Sie öffnete die Lippen, hielt still und empfing. Wenn er fertig war, zog er sich aus ihr zurück, gab ihr zu trinken.

Sie sass aufrecht auf den Knien zwischen seinen Beinen. Als plötzlich die Brustklemmen zuschnappten, zuckte sie erschrocken zusammen. Er hatte dies wohl vorausgeahnt, sein Knie, dass sich gegen ihr Schulterblatt presste, hielt sie vom Zurückweichen ab.

In den Zwischenphasen passierte nicht viel. Sie vermutete, ihn manchmal herumlaufen zu hören, wenn sie einen Windhauch im Rücken spürte. Manchmal drehte sie den Kopf in die Richtung, aus der ein Geräusch zu kommen schien. Ihre Sinne waren hellwach und in eigenartiger Betäubung gleichzeitig. Die Zeit schwappte durch den Raum, Geräusche drangen aus weiter Ferne zu ihr. Sie war mit sich, in sich. Ihre Zurschaustellung und Zurechtmachung fokussierte ihr Denken auf ihren Körper, und die Funktionen, die er im Moment hatte.

Irgendwann legte sich ein Halsband um ihren Hals, die kalte Kette baumelte zwischen ihren Brüsten. Er nahm sie auf, zog sie daran auf die Füsse und hinter sich her. Türen wurden geöffnet und wieder geschlossen. Treppenstufen. Sie wäre vermutlich unfähig gewesen, das Gleichgewicht zu halten, oder alleine zu laufen, da sie nicht einmal die Hände als Tastsinn verwenden konnte. Unterstützend hielt er sie am Ellbogen fest. Stufe für Stufe stieg sie unsicher schwankend die Treppe hinauf

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26 Gedanken zu “Sehn Süchte

  1. dtuxi sagt:

    Leider führt Deine Treppe hinauf…. ICH würde sie gern hinunter führen, ihre Isolation im Keller verstärken und dort vorsichtig beginnen ihren Hintern links und rechts der fixierten Hände aufzuwärmen…

    Gefällt 1 Person

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