Geschlechterrollen

In meinem Kopf formt sich bereits der nächste anregende Blog Artikel für euch. Nur darf ich jetzt nicht, ihr müsst also noch ein wenig Geduld haben.

Ein befreundeter Hobbykoch hat mir mal gebeichtet, dass er so dermassen voller Vorfreude ist, wenn er Gäste zum Essen einlädt, dass er am liebsten schon am Tag vorher den Tisch komplett decken würde und jedes kleine Detail vorbereiten.

Ähnlich geht es mir mit dem Schreiben. Ich bin so heiss drauf, dass ich am liebsten alles andere liegen lassen….. räusper, okay, fast alles andere sein lassen würde und nur noch mit Wörtern spielen.

So wie jetzt. Eigentlich wollte ich euch nur kurz informieren…

Wegen den Geschlechterrollen. In meinen Artikeln. Ich bin hetero submissiv und schreibe deshalb am liebsten aus der Perspektive der devoten Frau oder des dominanten Mannes. Der Einfachheit halber. Weil es nämlich einen sprachlichen Knorz ergibt, wenn ich über den/die Devote und die /den Domme / Dom berichte. Uargh…

Da wir hier ja kein Behördendeutsch benötigen, mache ich es mir einfach.

Etwas will ich aber unbedingt loswerden: Während meine Geschichten entstehen, habe ich euch dabei vor meinem inneren Auge. Ich stelle mir diese wunderschöne Blondine in ihrer Stahl-Unterwäsche vor, die auf ihrem Bett liegt und von unten devot in die Kameralinse der Geliebten blickt. Die Tortenbackende mit den den waffenscheinpflichtigen üppigen Kurven. Die, wenn sie nicht grade Worte dominiert, gerne sowohl Männer als auch Frauen zu Füssen liegen hat. Da ist die analytisch-lebenswilde Sportlerin, die ihre Sexualität mit dem Freund erkundet, gerne auch mit direktem Blick auf seine Genitalien. Die disziplinierte Femdom, die Hitze zwischen den Beinen spürt, wenn sie einen Mann ans Andreaskreuz bindet und gezielt für ihre Lust quält. Und manchmal Nostalgie, wenn sie Sternenzauber fühlt, aber dieser beim Anderen nicht ankommt.

Und all die Männer…oh, die Männer. Dominante, die mir stromgeladene Blitze zwischen die Beine jagen, Devote, die eifrig meine Wohnung putzen…

An euch wundervollen Menschen denke ich, wenn meine Artikel entstehen.

BDSM ist gleichberechtigt. Jeder darf die Rolle wählen, die ihm liegt. Und Ihr seid alle gemeint, wenn ich schreibe!

Das wollte ich nur mal gesagt haben.

15 Gedanken zu “Geschlechterrollen

  1. karimausi sagt:

    Also… das sind aber zum Teil schon ganz genaue Vorstellungen, die du da von deinen Leser/innen hast… und irgendwie hat ich das Gefühl, nicht ganz frei erfunden… Mir persönlich kommt da Stahlunterwäsche und Blondine mit der Geliebten sehr bekannt vor…. *lach*

    Gefällt 1 Person

    1. Devote Romantikerin sagt:

      Geht mir auch so, liebe Fettnapftante. Disziplin ist für mich nur ein Wort welches sich selten in einen kausalen Zusammenhang mit meinen Handlungen bringen lässt. Aber das Korsett des „richtigen Lebens“ hilft nach. Da ich zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten auftauchen und komplett bekleidet sinnvolle Dinge von mir geben sollte… 😉

      Gefällt 3 Personen

  2. darkfantasies69 sagt:

    Klasse geschrieben ! Und ehrlich, ich hätte ähnliche Worte benutzt. Wenn ich meine Geschichten schreibe liegt keine Rolle fern.
    Manchmal, wenn ich schreibe, bin ich wie in einem Sog, dann muss das raus 🙂

    Gefällt 1 Person

      1. darkfantasies69 sagt:

        Ich weiß 🙂 Geht ja mir selber auch immer so. Aber schön das ich dich überzeugen konnte………..also den Hushalt liegen lassen…….. und ………… Kaffee ist fertig……… 🙂

        Gefällt mir

  3. waldstern sagt:

    Komisch, wenn ich schreibe, denke ich selten an den geneigten Adressaten.

    Ja, natürlich habe ich ein Startbild im Kopf. Aber dann entwickelt es sich von selber weiter, es läuft sozusagen von alleine und nimmt seine eigenen Richtungen und Wege. Manchmal greife ich dann korrigierend ein und breche ab, manchmal lasse ich es einfach laufen. Häufig ringe ich mit dem richtigen Wort, überlege, wäge ab, ob es passt. Und bei der Überarbeitung kürze ich dann wieder und mache aus einem Satz mehrere Sätze, weil ich denke, es erhöht die Lesbarkeit..

    Gefällt 1 Person

    1. Devote Romantikerin sagt:

      Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst, Waldstern. Es stimmt: wenn ich texte, bin ich in dem Moment ganz in der Szene und denke natürlich an den männlichen „Hauptdarsteller“. Mir war es einfach wichtig zu erwähnen, dass dies kein Ausschluss anderer möglicher Beziehungsvarianten ist. Sondern schlicht der Lesbarkeit dient.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s