Cornertime

Verehrte Dominas und Doms

Subbies (oder solche, die sich so nennen) sind nicht nur engelsgleich.

Aus Gesprächen ist mir bekannt: Auch ihr habt euch mit Internetprofilen und Auftritten von Pseudo-Devoten rumzuschlagen. Zum Haare raufen.  So hat mir ein Dom erzählt, zum ersten Treffen in einer Dorfbeiz parkierte die „Lady“ ihre fast komplett ausgepackten nackten Brüste auf dem Holztisch. Das half allerdings nicht darüber hinweg, dass sie bereits sturzbesoffen aufgetaucht war. Statt „hart im Nehmen“ entschied sich der Dom für „hart im Gehen. Schnell“.

Was habt ihr erlebt? In den Kommentaren ist Platz, und wir sind schon gespannt ….

PS. Falls du Sub bist und sub-optimale Erfahrungen mit Pseudo-Doms gemacht hast, kannst du sie hier teilen.

27 Gedanken zu “Cornertime

  1. rdesade sagt:

    Da auf dieser Welt jeder irgendwie eine Rolle spielt und die wenigsten authentisch ist, muss sich niemand wundern, dass es Pseudo-Doms und Pseudo-Subs gibt. Besonders die dominanten Subs, die genau vorschreiben wollen, was der Dom zu tun hat, finde ich eine interessante Spezies. Sie erkennt man oft schon an ihren Anzeigen, in denen sie vom Dom fordern im einzelnen darzulegen, was er mit ihnen zu tun gedenkt. Und wenn sie wirklich im Casting den richtigen Dom gefunden haben, wollen sie das Drehbuch schreiben. Spart zwar dem Dom Arbeit, macht aber keinen Spaß.
    Übrigens gilt das zuvor Geschriebene auch für den Sub und die Dom.

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  2. transomat sagt:

    Alle Subbies, blödes Wort, alle devote Frauen denen ich bisher begegnet bin waren ausnahmslos besonders gescheit, eloquent, super gebildet und bekleideten im „richtigen Leben“ ausgesprochen anspruchsvolle Positionen. Mir ist bis heute nicht klar warum diese Frauen, die im richtigen Leben sehr feministisch sind, sich plötzlich zu schmerzgeilen devoten Weibchen wandeln.
    So etwas wie die oben beschriebene Lady habe ich, dem Himmel sei Dank, noch nie getroffen.
    Was mir hier auffällt ist der Sprachcode. Die Frauen die ich kenne haben diesen Sprachcode gar nicht. Sie würden nie von Sub oder Dom oder Herr etc. reden. Da heißt es nur schlag mich, würge mich oder ähnliches.

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      1. Mic sagt:

        Mich erinnert das eher an diese unsäglichen Witzsprüche: Schlag mich, würg mich, gib mir Tiernamen!

        Könnte es sein, dass diese Frauen sich weder als devot noch als maso definieren würden und einfach eine „extremere“ Art von Sexualität ausleben, ohne Etikett?

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      2. Nevermore sagt:

        Ich glaube ja, dass ne Neigung überhaupt nichts mit der Wortwahl zu tun hat. Ich würde mich selber auch nicht als Dom oder so bezeichnen, aber es ist im Grunde genommen nichts anderes. Das ist meiner Meinung nach Geschmackssache. Neigung ist Neigung, wie man sie nun nennt, oder wie man sich selber nennt, das ist ja nochmal was ganz anderes und das sagt auch nicht viel darüber aus, wie extrem/hart/schmerzvoll das Ganze ist… Mir ist aufgefallen, dass das mit dem Sprachcode eher damit zu tun hat, wo man sie/ihn aufgabelt. Mit einer Frau ausm Club kann ich das gleiche machen, wie mit einer Frau aus dem Internet, aber eine davon nennt mich dabei Dom.

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    1. Devote Romantikerin sagt:

      Süss. Auch ein dominanter Mann muss wissen, wann er dazu lernen kann ;-). Ich bin devot, aber nicht masochistisch. Es gibt viele Masochistinnen, die kein bisschen devot sind. Wenn die beiden Neigungen immer zusammen vorkämen, wieso sollte es dann zwei verschiedene Ausdrücke dafür geben?

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  3. transomat sagt:

    Ich sollte dazu vielleicht mal einen Lehrgang in der VHS belegen.
    ich habe mich eigentlich nie so sehr dafür interessieret bis ich etwas dahin gedrängt wurde.
    Heute weiß ich das es mir gefällt. Vor allem wenn man hinterher wieder auf Augenhöhe ist.
    Ich tue ja mein bestes zu lernen, deshalb folge ich ja auch Deinem wundervollen Blog

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  4. Sunny sagt:

    Kann ich etwas zu der Diskussion beitragen?

    Sicherlich weniger an erheiternden Schreckenserlebnissen, sondern wenn überhaupt, die Betrachtung aus einem leicht anderen Blickwinkel, da ich ein dominanter Mann in einer ganz normalen
    Kontaktbörse im Internet registriert war.
    Ob Du, liebe Romantikerin dies wirklich für veröffentlichungsbewehrt befindest, sei gerne Dir überlassen. Ich bin da völlig frei. Es trifft halt nicht 100%ig Deine Bitte.

    Wie gesagt bin ich in einer normalen Kontaktbörse registriert.
    Allerdings mit einem ausführlichen Profiltext, der – wie mir wiederholt gesagt wurde – nicht den Deut des Zweifels daran aufkommen lässt, dass ich dominant bin und eine devote Frau suche.
    Man sollte also davon ausgehen, dass ich von devoten Frauen angesprochen werde.
    Sollte!

    Doch erstaunlicherweise ist dem nicht so!
    Es zeigte sich immer wieder, dass Mädchen erschreckend oft nur auf das Aussehen eines Typs
    abfahren. Ich höre schon den Aufschrei! Neeeeeeein, das machen doch nur Typen! 😉
    Doch das stimmt nicht. Nicht wenige wollen sich treffen, weil sie die Bilder von irgendeinem Kerl sehen, ohne seinen Text, seine Eigendarstellung genauer oder überhaupt gelesen zu haben.
    Wie oft habe ich, nachdem ich angefragt wurde, dann im Telefonat gehört: „Ach ich lese jetzt gerade Dein Profil genauer. Ich muss ja zugeben, dass ich Dich kontaktierte, weil ich Deine Fotos sah. Also das mit dem devoten, ist bei mir so eine Sache. ….“

    Ja ist klar!
    Wie viele Mädels regen sich gerne mal darüber auf, dass wir Typen Euch auf Euer Äußeres
    reduzieren und platt sagen: „Boah, siehst Du geil aus. Lass ma´ treffen!“
    Natürlich würdet IHR so etwas niiiiiemals machen. 😉

    Was sonst noch auffällt?
    Es wird vollkommen selektiv gelesen.
    Angeblich soll ich – für ’nen Typ – halbwegs gescheit mit Worten umgehen können und – so manche Frau – überdurchschnittlich empathisch sein.
    Das fixt scheinbar an. So sehr, dass der deutlich sichtbare Hinweis auf meinen dominanten Charakter komplett ausgeblendet wird.
    Erstaunlich!

    Um diese „Fototouristinnen“ und „Selektivleserinnen“ abzufangen, habe ich mir angewöhnt vorher zu telefonieren.
    Das war nicht immer so. Es gab ein Initialerlebnis zu den Telefonaten.
    Einmal schrieb ich mit einer. Ihre Ausdrucksweise war okay bis gut. Sie sandte Fotos, sie war hübsch. Mehr als das. Sie war absolut heiß!
    Wir verabredeten uns per Mail, trafen uns und legten VOR dem ersten Wort eine Knutschszene hin, die echt Spaß gemacht hat.
    Doch dann sprach sie das erste Wort und ich dachte mir: „Oh Gott, wen hast Du denn da geknutscht?“
    Ruhrpott in Reinform! Geht mal gar nicht!
    Nur Küssen können ist halt nicht Alles. Bei weitem nicht!
    Seitdem gab es Telefonate vorweg.

    Dabei lasse ich das Mädchen, meist ohne dass sie es merkt, durch ein Raster laufen, um „Fehlgriffe“ zu vermeiden.
    Achte auf Ausdruck, Sprachgebrauch, Sprachgeschwindigkeit.
    Wie intelligent ist sie? Wie empathisch?
    Schubse sie gezielt in SM Szenarien, um ihre Reaktion zu hören.
    Ich denke, dass mich dies vor den schlimmsten Fehlgriffen bewahrt hat.

    Daher sind meine „herausragenden“ Erlebnisse gerade einmal folgende:

    1. Ursprünglich eine Verabredung in einer Hotelbar. Dachte ich zumindest. Als ich diese betrete, lächelt mich der Barkeeper an, fragt nach meinem Namen und gibt mir eine Zimmerkarte mit den Worten: „Sie werden erwartet.“
    Ich betrete das Zimmer und finde eine nackte Frau im Bett vor.
    „Juchuu!“ würde jetzt vermutlich mancher Mann sagen. Da liegt sie bereit auf dem Präsentierteller. Muss man nur noch den Schwanz reinstecken.
    Nicht ich! Nicht meins! Ist mir zu billig!
    Ich will jagen, will erlegen. Es darf nicht einfach sein. Einfach gibt es überall.
    Wild, dass sich freiwillig stellt, ist vollkommen uninteressant.
    Ich brachte ihr schonend bei, sich wieder anzuziehen.
    Wir sind dann etwas Essen gegangen und ich habe mich verabschiedet.
    Auch, wenn der Auftakt nicht ideal war, muss ich mich als Mann ja nicht daneben benehmen
    und sie stehen lassen.

    2. Andere Frau, erster „näherer“ Kontakt. Wieder ein Hotelzimmer.
    Ich treffe mich halt gern die ersten Male auf neutralem Terrain.
    Im Vorbeigehen schubse ich sie ins Bett. Sie fragt daraufhin völlig perplex: „Und was soll das jetzt?“
    Mir kommen erste Zweifel, ob sie tatsächlich genug Erfahrung hat. Sie behauptete dies zwar, doch scheint es sich anders zu entwickeln.
    Irgendwann beuge ich mich im Bett zu ihr rüber, will sie küssen. Dabei sind wir Beide noch angezogen!
    Sie schreit entsetzt: „Oh Gott, was hast Du vor?“
    Da wusste ich, dass der Abend schief gehen wird.
    10 Sekunden später muss sie angeblich dringend zur Toilette.
    Ich denke noch: „Herr im Himmel, lass sie jetzt nicht nackt ins Zimmer zurückkommen. Dann habe ich noch mehr Aufwand, sie aus dem Bett zu bekommen, noch mehr Aufwand, den Abend abzubrechen.“
    Und sie kommt splitterfasernackt ins Zimmer zurück!
    Meine Güte! Warum musste das denn jetzt sein?
    Zumal ich jetzt sehen kann, wie ungepflegt sie ist. Haare unter den Armen, die Bikinizone hat noch nie
    auch nur ansatzweise einen Rasierer gesehen.
    Abbruch, Abbruch, Abbruch!!!!
    Eine ungepflegte Frau geht gar nicht!
    Und an die Männer gerichtet: Ein Mann übrigens ebensowenig!

    3. Eine Frau, die zuckersüß ist, meldet sich. Hat mein Profil gelesen. Besteht den Telefontest.
    Wir treffen uns. Ein echt netter Abend!
    Und mittendrin eröffnet sie mir, dass sich ihr Mann von ihr vor 9 Jahren von ihr getrennt hat, weil sie zwei Jahre keinen Sex mehr mit ihm hatte. Seitdem lebt sie orgasmusfrei und plane auch nicht, dies zu ändern! ORGASMUSFREI! Seit mindestens 9 Jahren!
    Warum ist so eine Frau in einer Kontaktbörse aktiv?
    Und warum, um alles in der Welt, schreibt sie einen Typen wie mich an?
    Sie fand meine Fragen krank! Fand mich plötzlich krank. Einen sexbesessenen Typen.
    Es wäre erschreckend, wie sexbesessen die Menschen wären.

    4. Es gibt da draußen erstaunlich viele Frauen, die von sich glauben devot und emanzipiert
    zu sein. Doch sie sind Alles andere, nur nicht das!
    Wenn ich dem Kellner im Restaurant sage: „Die junge Dame braucht heute keine Karte. Ihr Essen wird heute ausgesucht.“ dann hatte ich nicht nur einmal eine völlig überflüssige Diskussion
    über die Emanzipation der Frau am Hals und dass sie sich als emanzipierte Frau so etwas nicht bieten lassen müsse.
    Meine persönliche Meinung?
    Wer bei einer einfachen Bestellung im Restaurant darüber diskutieren muss, ob sie sich das
    jetzt zu bieten lassen hat, ist emanzipatorisch noch nicht voll gereift.

    Sunny

    Gefällt 5 Personen

    1. Devote Romantikerin sagt:

      Hammer! Ich finde das absolut „öffentlichkeitsbewehrt“, lieber Sunny :-). Du siehst mich staunen… Und – mit Verlaub – mit grösstem Vergnügen teilhaben an deinen Eskapaden und solchen, die es werden sollten.

      Danke für diesen amüsanten Beitrag, und übrigens auch noch für deinen „inkognito“-Tipp von gestern. Sollte nun bereinigt sein :-).

      PS. Wer jetzt neugierig ist, wo sich wohl dieser Schnüggel von Mann auf einem öffentlichen Portal versteckt haben könnte, dem kann ich eins verraten: Parship ist es vermutlich nicht. Dort hatte ich einmal reingeschrieben, dass ich „erotische Disbalance“ mag. Mein Text wurde gesperrt ;-).

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      1. Mic sagt:

        Das hat mit dem IQ wahrscheinlich gar nichts zu tun. Die Damen und Herren, die sich um solche Profile „kümmern“ stehen nur von der reinen Arbeitsfreude und -qualität vielleicht eine Stufe über dem gemeinen Call-Center-Mitarbeiter, der den ganzen Tag Zeitungsabos verticken muss. Da stumpft man irgendwann ab.

        Ich hab ja keine Ahnung, weil ich mich noch nie bei einer Partnerbörse angemeldet habe, aber wird da wirklich etwas so Harmloses ausgeschlossen? Ich meine, du hast ja nicht geschrieben: suche wilden Wikinger, der mir die Sch*piep* aus dem Ar*piep* haut. DAS könnte ich verstehen, wenn es gesperrt würde ;-).

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      2. Sunny sagt:

        Der Schnüggel von Mann (Lach, was für eine Bezeichnung) hat sich inzwischen aus dem Portal abgemeldet, weil er die tollste Frau der Welt kennen- und liebengelernt hat.

        Insofern wird es keine weiteren Eskapaden mit anderen Frauen geben. Mit dieser Einen jedoch noch hoffentlich viele und besonders intensive. Doch diese wundervollen Momente genießt Sunny für sich und wird schweigen.

        Liebe Grüße
        Sunny

        Gefällt 2 Personen

  5. Master Dan sagt:

    Meine Top-Erfahrung mit Portale ist schon Jahre her. Hab sie auf Sklavenzentrale kennengelernt und wir haben lange Mitteilungen ausgetauscht, bis wir uns auf ein Treffen einigten. Ich bin auch für Treffen auf neutrale Boden, so wartete ich an eine Hotelbar als zwei Ladys auftauchen. Die eine hat sich mit ihren Nickname vorgestellt und hat die andere als Begleitung mitgenommen. „Sie passt auf mich auf“. Ok, wieso auch nicht, die beste Freundin mitgenommen, das ist vernünftig. Als die Diskussion von Small-Talk nach SM schwenkte hat sich plötzlich die beste Freundin, ganz empört gemeldet: „Was? Wie krank bist du denn? Komm wir gehen!…“ Stand auf und zerrte meine Online-Bekanntschaft am Arm. Beide Damen steuern raus und ich sitze da mit mein Bier…
    Wieder zuhause sehe ich das sie mir eine Mitteilung geschickt hat. Die Freundin wusste offenbar nicht um was für ein Date sich handelte, sie wusste überhaupt nicht was sie für Neigungen hat, daher hatte sie so reagiert… Ich hab bewusst auf ein weitere Date verzichtet.

    Gefällt 3 Personen

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