Hatte Tom Sawyer Sex?

Als junges Mädchen habe ich Liebesromane verschlungen. Wenn die Liebenden sich potentiell näher kamen, streiften meine Augen mit zunehmender Aufregung über die Zeilen. Jetzt müsste es doch gleich kommen. In Sekunden würde es passieren. Ich würde endlich erfahren, wie „es“ genau vor sich geht.

Und dann kam …

…einfach nur ein neuer Absatz.

Grade klimmt ein Licht in meinem Hinterkopf auf. Ich habe da so eine Vermutung, wie ich zur Leseratte mutierte.

In vielbesprochenen Bestsellern kommt ab und an Sex vor, bevorzugt in Beschreibungen zum Abgewöhnen. De Sades „Justine“ musste ich aus dem Schrank und auch gleich aus der Wohnung verbannen. Mir egal was da an hochgeistig oder gesellschaftspolitisch Relevantem hineininterpretiert wird. Ich finde es einfach widerlich. Peter Stamm hatte mal was beschrieben, die Sicht seines Protagonisten auf eine Liebhaberin. Angezogen schien sie eine gute Figur zu haben. Aber die Textilien wirkten wie die Haut einer Presswurst, und wenn sie diese ablegte, trifteten ihre Körpermassen auseinander. Oder so in dem Stil. Von schrunzeligen Schwänzen und dergleichen fange ich hier gar nicht an. Ich lese solche Bücher nicht (freiwillig)*. Frage mich aber was für einen Blick die Autoren, oder sagen wir besser, die Protagonisten, auf die Welt haben müssen, wenn sie diese Details an einem Gegenüber sehen? Im früheren Leben ein Röntgengerät gewesen?

Wie dem auch sei, wer hier mitliest, dem ist bekannt, dass ich meine sexuellen Gefühle auszudrücken weiss. Die literarische Qualität ist, was sie ist. Den Stil würde ich als  „frei Schnauze“ bezeichnen. Ich will Spass beim Schreiben. Empfinden die Lesenden Vergnügen und können das Ausgedrückte nachvollziehen, bin ich glücklich und zufrieden.

Noch habe ich nicht versucht, in einem grösseren Kontext, sprich: an einem Buch, zu schreiben. Dann wird es richtig lustig. Im Gegensatz zu anderen Autoren verhält sich bei mir der Fall spiegelverkehrt: die Sexszenen entstehen spontan und fliessen geschmeidig auf die Zeilen. Doch wer beschreibt, wie es auf der Strasse aussah, als die Dunkelheit herein brach? Was erlebte die Heldin, bevor sie in seine Arme sank?

Sollte ich jemals ein Buch veröffentlichen, gelobe ich hiermit feierlich: Wenn du ein junges Mädchen und über 18 bist, wirst du in meinen Büchern finden, wonach du suchst!

Autoren scheinen sich schwer damit zu tun, über Sex zu schreiben. Selbst die, die es im Windschatten von Fifty Shades of Grey wollen. Ich höre Amüsantes aus der berufenen Ecke des Lektors (oder heisst es ‚Lektoren‘?). Diskret müsse er zuweilen darauf hinweisen, dass in der beschriebenen Körperstellung der Schwanz des Mannes die Vagina nicht erreichen könne. Das ist ein klein wenig unglücklich, wenn man grade eine Penetration beschreibt. (Erinnert mich an gewisse, Szenen beschreibende, Mails von Möchtegerne-Doms).

Doch sprechen wir von denen, die fantasievolle hinreissende abenteuerliche atemberaubende Plots entwerfen. Und sich dann in stundenlanger schweisstreibender Arbeit die Sexszenen aus der Tastatur prügeln. Mit einem Lächeln bin ich versucht zu sagen: „Geh‘ hin und habe Sex. Und wenn du zurück kommst, beschreibe einfach, was geschehen ist“ Eros möge mir beistehen, dass daraus nicht noch mehr frustrierende Sexszenen resultieren.

Hilfe naht! Die freischaffende Autorin und Lektorin Susann  Rehlein – der Nachname ist reine Tarnung – hat Tipps für das Schreiben von Sexszenen schmissig zu Papier gebracht. Ein echtes Vergnügen, sich hier fortzubilden:

„Donner rollt über das Weidenkätzchen

Sexbeschreibung Wie schreib ich über Sex? Ist Auslassen feige oder ein Dienst am Leser? Wer jetzt oder demnächst einen Roman schreibt, wird für die 61 Tipps einer Lektorin dankbar sein

Sex ist so außerordentlich angenehm bis erschütternd, weil man ihn nicht reflektiert. Das ist vermutlich einer der Gründe, warum in der Literatur überraschend wenig ausführlich über Sex geschrieben wird. Erstens ist man nie ganz bei sich, wenn er passiert, wie wollte man also angemessen davon erzählen, und zweitens sind literarische Mittel einfach zu schwach, um das Numinose zu beschreiben. Wobei verrückterweise gerade über Sex – allen voran Altmeister Philip Roth – häufig versucht wird, Todesangst beziehungsweise Todessehnsucht auszudrücken. Das heißt, den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Ist doch das eine nur eine Spur weniger unergründlich als das andere. Aber über ein Frühstück kann Todesangst nun mal nur sehr schwer ausgedrückt werden. Außer vielleicht von Raymond Carver, und der ist tot.

Viele Autoren umschiffen das Thema. Danke, möchte man sagen. Benedict Wells zum Beispiel, ein Jungspund, der mit Becks letzter Sommer einen überraschend reifen Roman geschrieben hat. Für mittelalten Sex ist der Autor eindeutig zu jung und entscheidet sich klugerweise, die Fresse zu halten: „Danach fielen sie erst aufs Bett, dann übereinander her.“ Auch die ansonsten eher nicht für Dezenz bekannte Autorin Alina Bronsky (schon allein das Pseudonym!) zieht sich halbwegs geschickt aus der Affäre: „Ich schließe die Augen und öffne sie wieder, und das Gefühl dabei ist, als würde es mich nicht wirk­lich betreffen.“

Anders verhält es sich mit der erotischen beziehungsweise pornografischen Literatur. Aber die Textsorte ist heute nicht das Thema. Oder wollen Sie, dass sich über Ihrem in der Heiligen Nacht begonnenen Roman jemand einen runterholt?

1 Lassen Sie’s. Sie wären in guter Gesellschaft. Etliche Autorinnen und Autoren der Weltliteratur haben wunderbar sinnliche Romane geschrieben, ohne dass darin irgendwer Sex hätte. Pascal Mercier zum Beispiel erreicht nicht wegen seiner saftigen Sexszenen Millionenauflagen, sondern weil der Bildungsbürger in seinen Büchern etwas lernt – und wegen der schönen Melancholie, mit denen der Leser sich in Gleichklang fühlen darf.

2 Andererseits – falls in Ihnen ein echter Erotomane schlummert, wäre es doch jammerschade, müssten wir auf Ihren tollen Sex verzichten. Stellen Sie sich die Welt nur mal ohne die Romane von Henry Miller oder Philipp Roth vor – ein Jammertal!

3 Denken Sie jedoch beim Schreiben Ihrer Roth’schen Sexszenen ein Minütchen an Ihre arme Lektorin, der ganz blümerant wird, wenn Sie sich zwangsläufig vorstellt, dass Sie die minutiös beschriebene Prostatamassage genossen haben müssen, um SO darüber schreiben zu können. Auch peinlich: Wenn sie Ihnen den multiplen Orgasmus Ihrer weiblichen Hauptfigur anstreicht und mit dem Kommentar versieht: „Bei dem trostlosen Stecher – unglaubwürdig!“

4 Sie kriegen immer Fremdschäm-Schüttelfrost, wenn sich im Theater ohne erkennbaren Grund die Leute ausziehn müssen? Na also! Lassen Sie Ihr Personal nicht ficken um des Fickens willen. In Bestsellerautor Peter Stamms Roman Sieben Jahre zum Beispiel findet für diesen Autor ungewöhnlich viel Sex statt (meistens übrigens ziemlich jämmerlicher). Aber nicht etwa, weil Stamm sich in der Midlife Crisis befände und an nichts anderes mehr denken kann als an Sex, sondern weil er seinen Helden hin- und hergerissen zeigt zwischen einer Frau, die ihn karrieretechnisch motiviert und intellektuell inspiriert, und einer, bei der er sich einfach nur frei fühlt. Und Stamm ist keineswegs so dumm, das Freisein ganz simpel an geilem Sex festzumachen.

Für die Literatur gilt: Nichts steht zufällig und grundlos zwischen zwei Buchdeckeln. Jedes Croissant, jede Falte im Laken, jeder Samenerguss hat was zu bedeuten, auch wenn Ihnen als Autor das gar nicht bis ins Letzte klar sein muss. Nicht umsonst sagt man, das Buch sei klüger als sein Autor.

5 Apropos Samenerguss: Der Sex muss sich stilistisch in den Roman einfügen, und falls Sie darauf verzichtet haben, die Raufasertapete im Schlafzimmer zu kartografieren, verzichten Sie am besten auch auf die Beschreibung von Konsistenz und Schattierungen des Spermas Ihrer Hauptfigur.

6 Sind Sie in einer finanziellen Notlage, wollen sich aber nicht völlig kompromittieren, indem Sie den 18. Abklatsch von Feuchtgebiete verfassen, entscheiden Sie sich für eine Mischform aus Pascal Mercier und Porno: Ein Buch, das die geneigte Leserin für Literatur hält und bedenkenlos in der U-Bahn lesen kann, das aber ausreichend explizit ist, damit sie ein bisschen auf ihrem Sitz hin- und herrutscht. Die Frau des Zeitreisenden von Audrey Niffenegger wäre ein Beispiel für diese Art Literatur. Oder auch Fegefeuer von Sofi Oksanen.

7 Ein Großteil aller Leser ist weiblich. Schrei­ben Sie also Sex, wie Frauen ihn mögen. Vielleicht wünschen Sie sich dann vom Weihnachtsmann zunächst einmal den Ratgeber She Comes First, der so zermürbend ist, wie ich mir die Grundausbildung bei der Bundeswehr vorstelle, und verschieben das mit dem Roman auf Weihnachten 2011 (da gibt’s auch mehr freie Tage). Sollten Sie eine Frau sein – es gibt auch den nicht weniger zermürbenden Ratgeber He Comes Next.

8 Versuchen Sie also lieber, ein guter Liebhaber, eine gute Geliebte zu sein, als ein Autor, eine Autorin. Jährlich erscheinen hierzulande an die hunderttausend neue Bücher. Und jetzt wollen auch noch Sie Ihre Nächte damit verschwenden, ein Buch zu schreiben, auf das niemand wartet?

9 Außerdem sind Autorinnen und Autoren nur theoretisch sexy und anziehend. Gehen Sie bloß mal auf eine Lesung. So wollen Sie doch nicht sein: schlechte Kleidung, lausiges Parfüm, Gestammel. Bei näherer Betrachtung sind die meisten Autoren zudem kindisch und egomanisch, was Ihnen jede Lektorin bestätigen wird, wenn man über so etwas sprechen würde.

10 Beschreiben Sie nie den ganzen Sex von vorne bis hinten – oder haben Sie schon mal über ein vollständiges Frühstück gelesen, samt Messer in die Hand nehmen, Brötchen in die Hand nehmen, Brötchen aufschneiden, mit Butter bestreichen, zwischen Nutella und Pflaumenmus wählen und, und, und? Schreiben Sie den Teil, der am besten ausdrückt, worum es Ihnen bei der Szene geht. „… Es war, als tasteten unsere Körper nacheinander, während wir noch im Halbschlaf lagen. Sonja küsste mich, sie stieß mir ihre Zunge in den Mund, die sehr groß zu sein schien, und ich schmeckte ihren Schlaf. Sie hatte die Unterwäsche abgestreift und sich auf mich gelegt, ich weiß noch, dass ich mich wunderte, wie schwer sie war und wie warm“, heißt es bei Peter Stamm in der einzigen innigen Sexszene zwischen dem Helden Alexander und seiner zukünftigen Frau. Reicht doch, oder?

11 Und jetzt kommt der nächste Rat, der vielleicht etwas seltsam klingt: Verzichten Sie weitgehend auf Metaphern und Umschreibungen. Und damit meine ich nicht mal nur unbedingt auf Metaphern wie Zauberstab oder Lustgrotte. Bei Peter Stamm geht die Szene nämlich weiter mit dem folgenden durchaus entbehrlichen Satz: „Wir bewegten uns langsam, zwei schläfrige wollüstige Tiere, die eins werden wollen.“ Tiere, die eins werden wollen – Sie lachen? Dabei ist das noch gar nichts. Nehmen Sie dies: „das Gesicht über dem duftenden Dunkel ihrer aufgeknöpften Bluse, sein ganzes Blickfeld ausgefüllt von dem Spalt zwischen ihren schwellenden Brüsten.“ Diese Stelle stammt aus Solar, dem neuen Roman von Ian McEwan, und sagt was über dessen literarisches Können? Genau!

Auch eher okay als brillant – Haruki Murakami in 1Q84: „Tamaki hatte zarte, feinporige Haut. Ihre Brustspitzen wölbten sich zu einer wunderschönen Ellipse. Sie erinnerten an Oliven. Sie hatte seidiges, feines Schamhaar, weich wie Weidenkätzchen.“

12 Je weniger detailliert Sie Sex erzählen, desto weniger Lösungen müssen Sie auch finden, ob und wie Sie die involvierten Geschlechtsorgane und die daran und damit vollzogenen Handlungen benennen beziehungsweise umschreiben. Die Benennungsproblematik kann problemlos echten Sex kippen, falls sie etwa ihr Geschlecht Mumu nennt und er über 20 ist oder Liebende sich – beide in verschiedenen Stadien der Erregung – in der Textschublade vertun. Denken Sie daran, Ihre Leser sind bei der Lektüre wahrscheinlich eher von der Handlung oder dem gedanklichen Reichtum Ihres Textes gefesselt als sexuell erregt, verschonen Sie sie mit allzu Explizitem, das eher Befremden auslösen würde, es sei denn, es gibt einen Grund für allzu Explizites. Thomas Klupp hat mit Paradiso einen hinreißenden kleinen Roman über ein veritables Arschloch geschrieben, dessen Arschlochsex einfach ausführlich beschrieben werden muss, weil der Ich-Erzähler sich so mordsgeil findet: „Leni hat die Augen geschlossen, und für einen Moment legt sich Johannas Gesicht über ihres, dann spüre ich, wie es vorne an der Eichel kribbelt, und ich spritze in sie hinein.“

13-60 Lassen Sie lieber die Finger davon.

61 Andererseits. Mal abgesehen von dem roten Luftballon, den ich zu fett finde, hat Thomas Pletzinger in Bestattung eines Hundes eine sehr poetische und gleichzeitig sehr explizite (und damit perfekte) Sexszene geschrieben. „Hinter ihr beginnt die Ostsee zu schäumen, ein Luftballon weht am Wasser entlang (rot). Als sie sich auf mich setzt, und obwohl sie sich viel langsamer bewegt als sonst, kommt sie viel zu schnell (außen nasse Gänsehaut und innen unerwartet warm). Ich schließe mich an, dann der Donner, dann der Regen (als hätte sie das alles zu verantworten).“ Wenn Sie so was können – schreiben Sie, schreiben Sie um Himmels willen!

Susann Rehlein ist freie Autorin und Lektorin in Berlin. Sie hat mehrere Bücher herausgegeben auch eines mit erotischen Geschichten“

„Die Frau des Zeitreisenden“ ist definitiv zauberhaft. Ich erinnere die Szene, als die weibliche Hauptfigur ihren Schwiegervater in spe kennen lernt. Er: „Warum willst du meinen Sohn heiraten?“ Sie, trocken: „Er ist gut im Bett“. Es ist eine wundervolle Liebesgeschichte. Auf der Zunge zergeht übrigens auch „Kaffee oder das Aroma der Liebe“ von Anthony Capella. Meine beiden Empfehlungen für die kommenden sinnlich-nostalgischen Herbstabende.

Übrigens, rein wissenschaftliche Neugier und ein unerschütterlicher Durchhaltewillen führten mich schlussendlich an die literarischen Quellen der Lust. Welche lüsternen Literaten habt ihr gelesen?

Und dann das noch:

*Wer ein fesselndes, gefühlvolles spannendes Buch kennt, in dem schlechter Sex animalisch gut beschrieben wird, der nenne es bitte. Ich verspreche, zu lesen.

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Quelle Text von Susann Rehlein:

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/donner-rollt-uber-das-weidenkatzchen

35 Gedanken zu “Hatte Tom Sawyer Sex?

  1. Fettnapftante sagt:

    Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, das Eros dir nicht beisteht, wobei ich fast vermute, das du Eros bist. So locker wie dir deine Worte Tasten rutschen muss das einfach so sein. 🙂 🙂

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  2. Fortunato sagt:

    Justine hast du also verbannt?! Die hatte ich mit 16 das erste Mal in den Fingern – vielleicht erklärt das den Dachschaden 😉 Aber bei Juliette (Jahre später) wurde es mir dann auch sehr unwohl. Das Buch steht noch hier, aber zu Ende gelesen habe ich es nie.

    Gefällt 1 Person

      1. Fortunato sagt:

        Deine oben zitierte Lektorin erwähnt ihn bereits: Haruki Murakami. Häufig sehr erotisch im eigentlichen Sinne, selten explizit (ich kann mich gerade auch an keine direkten Szenen erinnern, dafür aber an permanentes erotisches Knistern). Durchweg lesenswert! Zu meiner Schande gestehe ich, 1Q84 noch nicht einmal angefangen zu haben – dafür aber alles andere bereits verschlungen. Mein persönlicher Favorit ist „Mister Aufziehvogel“. Etwas umfangreicher, aber lohnend. Für mehr Erotik: „Naokos Lächeln“ oder „Gefährliche Geliebte“.

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  3. transomat sagt:

    Justine, die verbannte, habe ich ebenfalls in meiner Jugend verschlungen.
    Für mich hört sich das alles etwas nach bourgeoisem Bildungsbürger Ästhetik Gerede an.
    Ich empfehle sehr den guten alten Charles Bukowski

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  4. transomat sagt:

    Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es Musik von UMG enthalten könnte, über deren Verwendung wir uns mit der GEMA bisher nicht einigen konnten.
    Schade. das hätte ich jetzt gern gehört

    Gefällt 1 Person

  5. Mic sagt:

    Hat dies auf Mein Traum vom eigenen Buch rebloggt und kommentierte:
    Es ist ein Zufall, wie er im Buche steht. Den ganzen Tag über habe ich mich in Gedanken mit einem Text zum Thema Sex in meinem neuen Romanprojekt herumgeschlagen, bin aber heute Abend definitiv zu müde, um den noch zu verfassen (Müdigkeit ist so gar nicht sexy). Und da stoße ich doch bei der Devoten Romantikerin, einer Meisterin im geschliffenen Wort rund um Erotik und Sexualität, auf einen Artikel, der sich genau damit auseinander setzt. Nur zu gerne weise ich also an dieser Stelle auf diesen Artikel hin und denke, dass wir uns zum Thema Sex im „Beobachter“ morgen an dieser Stelle wieder lesen werden.

    Gefällt 1 Person

  6. knipserei sagt:

    Da mich Mic gebeten hat, dass auch hier zu posten, dann tue ich das mal. Vielleicht hilft es ja bei der ein oder anderen Entscheidung. Aber wenn man sich mit Sex in der Literatur beschäftigt, dann ist meiner Meinung nach die beiden folgenden Romane absolute Pflichtlektüre um zu sehen, wie es funktionieren kann.
    hetero: “Der gelüftete Vorhang oder Lauras Erziehung” von: Honoré-Gabriel Rique Mirabeau
    homo: “Remeurs Sünden” von Hans Scherer

    Gefällt 2 Personen

  7. me44fun sagt:

    Danke Romatikerin,
    ein weiterer sehr schöner Beitrag, den ich in Deinem Blog genießen durfte.
    Solche Beiträge lassen mich immer wieder schwanken, ob ich nicht einige meiner Erlebnisse niederschreiben soll wie z.B. die Polin mit dem traumhaften Körper, die sich vor mir auf einem Gyn-Stuhl niederließ, um von mir verwöhnt zu werden (weitere Details auf Anfrage oder wenn ich ein Buch schreibe).
    Bei den ganzen aufgeführten Autoren möchte ich Robert A. Heinlein ergänzen, der in einigen Romanen doch recht weit geht, ohne konkret zu werden. Da wäre „Freitag“, wo die Protagonistin nackt auf ein Bett gefesselt ist, um verhört zu werden oder „Die Leben des Lazarus Long“, wo mehrere Generationen fröhlich unter einem Dach lebenund zumindest andeutungsweise die meisten es untereinander treiben. Ich vermute, weitere Details hätten durchaus zu Konflikten mit dem Gesetz führen können.
    Dieser Aspekt sollte allgemein bei solchen Werken angelegt werden, da bei manchen zur Erscheinungszeit eine „etwas“ weniger freie Moralvorstellung herschte.
    In dem Zusammenhang würde mich eine ungekürzte Übersetzung von 1001 Nacht reizen, da ich bisher nur die Volksausgabe in Händen hielt, die doch einige Details verschweigen soll.
    Aber ich will mich hier nicht noch weiter genußvoll auslassen, sondern mich auch noch über andere Einträge freuen.

    Gefällt 1 Person

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