Scharfe Schlampen

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Genau. Erstaunlich, nicht wahr? Alles Bezeichnungen für eine sexuell attraktive Frau, welche Mann zu besteigen wünscht. Eine Vielfalt der Synonyme, wie ich sie, vom für gewöhnlich als eher wortkarg bezeichneten Geschlecht, nicht vermutet hätte.

Auffallend, aber nicht überraschend, dass die Mehrheit der benutzten Ausdrücke abwertend gegenüber der vögelfreudigen Frau verwendet werden. Frei nach dem scheinheiligen, jedoch gesellschaftlich anerkannten Motto „Ich will es haben, aber danach ist es bäh“

Schlampe

In den Medien, in den Mündern. Sozusagen „allgemeiner Sprachgebrauch“.

Pierer’s Universallexikon von 1859 sagt über Schlampen: „…eine in Kleidung und Betragen liederliche Weibsperson“

Ts ts .. wieder die ungezogenen Mädchen! Sind wir weiter gekommen seit 1859?

Promisk ausgelebte sexuelle Lust wird auch heute als „Liederlichkeit im Betragen“ beurteilt. Natürlich nur bei den Frauen. Das Schlampen-Outfit hat sich seit 1859 markant verändert in Richtung Textilpurismus. Ich würde es kurz und knackig als „offensiv“ bezeichnen. Sexy Kleidung ist bei Schlampen allerdings kein zwingendes Erkennungsmerkmal, es gibt auch die stillen Wasser, die tiefen…. Und umgekehrt Frauen, die mit ihrem heissen Aufzug mühelos die Raumtemperatur um ein paar Grad erhöhen können, jedoch im Bett frigid sind.

Die Krux einer Definition liegt im Detail. Wird die Schlampe von ihrer Umwelt als solche betitelt, oder gefällt sie sich selbst mit dieser Bezeichnung? Ein Versuch der Einteilung:

Die von der Umwelt degradierte Frau als Schlampe

1) Eine sexuell freizügige weibliche Person mit personell variierenden Sexualkontakten. Bei denen es sich nicht ausnahmslos um Gentlemen handelt. Wie sonst könnte die Information durchsickern und zu „Allgemeinwissen“ über die Lady werden?

2) Eine Frau, die, meist unbewusst, den Anschein erweckt, möglicher Weise mit vielen verschiedenen Männern zu schlafen. Besonders die Abgewiesenen scheinen über eine lebhafte Fantasie darüber zu verfügen, was sie alles mit „der Schlampe“ angestellt haben (wollen).

Soviel zur Entwicklung in den letzten 150 Jahren…

Die selbsternannte Schlampe

Ich vermute, dass viele dieser Frauen sich im sexuellen Vanillabereich bewegen. Sie treten durchaus selbstbewusst auf und für Gleichberechtigung ein.

1. Die Stolze

Eine meist attraktive Frau, die ihre optischen Vorzüge zu betonen weiss. Sie lebt ihre Sexualität ungezügelt aus und lässt sich von einer mutmasslichen gesellschaftlichen Brandmarkung nicht irritieren. Die Stolze schläft mit wem sie will. Auch wenn „wem“ wechselnde Gesichter, Gerüche und Schwänze hat. Grade drum!

Meine Bemühungen, hier etwas mehr von den entsprechenden Frauen direkt zu erfahren, hat FB abrupt beendet. Mir wurde vom freundlichen sozialen Netzwerk das Profil gesperrt. Sie verdächtigen mich unverständlicher Weise, mit „Devote Romantikerin“ nicht meinen richtigen Vor- und Zunamen angegeben zu haben. Somit bin ich abgeschnitten vom Chat Austausch mit den Frauen, die sich bei mir gemeldet hatten, um offen über das Thema zu sprechen.

Warum schläft die selbsternannte Schlampe lieber mit vielen Männern als nur mit einem*? Eine der Antworten war, dass es ein Schutz vor Verletzung sein soll. Sex mit wechselnden Partnern verhindert die zu nahe Bindung an einen und somit das Potential von Herzschmerz. Weiter wurde der Spass am Spiel und am Wettbewerb genannt. „Kann ich diesen Typen rumkriegen, auch wenn er augenscheinlich kein Interesse zu zeigen scheint?“ Im Fokus stehen bevorzugt gebundene Männer, welche zunächst unwirsch auf Avancen reagieren. O-Ton „Sonst ist es ja keine Herausforderung“. Die Schlampe setzt ihren Ehrgeiz daran, ihn weich zu kochen. Anscheinend sind die Erfolgsaussichten ansehnlich.

*Umgekehrt könnte man natürlich auch fragen: Warum schlafen die meisten von uns (offiziell) nur mit einem Partner? Kirche? Konditionierung? Kulturbedingt?

2. Die Komplexbeladene

Anscheinend spielt auch das gegenteilige Szenario. Eine Frau ist von Selbstzweifeln geplagt, zum Beispiel wegen starkem Übergewicht oder anderer vermeintlicher Schönheitsfehler. Sie lechzt nach Aufmerksamkeit, koste es, was es wolle. Sie lässt sich wahllos ficken für das trügerische Gefühl, begehrt zu werden. Ein Mann erzählte mir einmal, dass sein Date ein attraktives Porträtfoto geschickt hatte. Als erotischer Kick sollte das erste Treffen im Dunkeln stattfinden. Ein echtes Blind Date also. Er traf sie in einem verdunkelten Zimmer bereits nackt im Bett liegend an. Was seine Hände erfühlten, sagte er, war nicht, was sie vorgegeben hatte zu sein. Er war nicht fähig, die sich bietende Gelegenheit zu nutzen und verlies die Wohnung unverrichteter Dinge. Wenn einer in so einem Fall bleibt, ist die Frau vermutlich einem lieblos primitiven Umgang ausgesetzt. Anstelle von ein wenig Bestätigung oder Liebe, die sie so dringend nötig hätte, wird sie weiter entwürdigt. Das ohnehin unterernährte Selbstwertgefühl wird dabei ein ums andere Mal auf dem Schafott des Selbstbetrugs geopfert. Was bleibt, ist ein schaler Nachgeschmack, auch im übertragenen Sinne.

Die submissive Schlampe

Nennen wir sie kurz die SuSchla, im Kontrast zur sAF. Diese Frau ist devot und hat Gefallen daran mehreren Männern gleichzeitig oder nacheinander mit ihrer sexuellen Verfügbarkeit zu dienen.

Vielleicht hat sie oder wünscht sie sich einen Dom, welcher das ganze supervisioniert. Sie lässt sich unter dessen Anleitung auf Parkplätzen von Anderen benutzen. Oder sie wird an Anlässen vorgeführt und von ausgewählten Personen gemäss deren Vorlieben eingesetzt. Auch private Soirees sind möglich, mit der SuSchla als einziger Frau zwischen den Männern. Oder Gruppenanlässe, an denen die dominanten Männer ihre Subs mitbringen und zur gegenseitigen Benutzung freigeben. Verbale Abwertung und entwürdigende Behandlung können Teil des Geschehens sein und von der Sub als erotisch empfunden werden. Dies ist aber nicht zwingend. Grade private Soiree’s im Stil der L’histoire d’O laufen meist in sehr distinguierter Atmosphäre und mit ebensolchem Sprachgebrauch ab.

Eine Sonderform ist die devote Nutte oder Hure. Es macht sie geil, für sich selbst oder ihren Dom Geld zu verdienen, während sie sich auf degradierende Art besteigen lässt. Oftmals ist der Preis eher niedrig bemessen, eine zusätzliche Demütigung.

Um besser nachfühlen zu können, wie devote Schlampen ticken, habe ich auch bei Männern nachgefragt. Sehr gerne möchte ich die Erklärung eines von mir sehr geschätzten Gentleman und Frauenverehrers wiedergeben. Vielen Dank, lieber C.R., für deinen Input:

So wie Du eine gewisse respektvolle Dominanz magst und es vielleicht auch liebst den Arsch versohlt zu bekommen, so gibt es  sehr schlaue Frauen, die es etwas anders lieben.Sie suchen weniger den Schmerz, auch nicht die Dominanz eines respektvollen Herrn.

Sie suchen das Gefühl auf einfaches, entschuldige das Wort, Fickfleisch reduziert zu werden. Sie wollen genommen werden, sie wollen besudelt werden, sie wollen sich fühlen wie Dreck. Wenn man sie dafür bezahlen würde, wäre es nicht Das. Sie selber würden noch dafür zahlen, benutzt zu werden. Das ist ein völlig anderes Ding als das was bei Dir abgeht. Häufiger bei bipolaren Personen anzutreffen.

Für eine gebildete Frau mit feministischer Ausrichtung resultieren echte Höllenqualen, wenn sie ein solche Neigung wirklich ausleben will. Aber es ist eben auch nur eine Spielart unserer Sexualität und von unserem ja durchaus übersättigten Leben.“  

Mir ist aufgefallen, dass vielfach – nicht immer – bei Frauen, die mannigfaltige, rasch wechselnde Sexualkontakte haben, Alkohol oder andere Rauschmittel eine tragende Rolle zu spielen scheinen. Was wäre, würden sie diese Substanzen weglassen?

Ebenfalls offen bleibt für mich, wie das mit der sexuellen Befriedigung konkret läuft. Bekommen sie besonders leicht vaginale Orgasmen und ist das der Grund, dass sie so supergerne mit vielen Männern ficken? Und falls ja: warum wirken sie dann oft wie Getriebene? Süchtige auf der Suche nach dem nächsten Trip? Ist der Orgasmus nicht sehr tief, die Befriedigung nur kurz? Oder haben sie am Ende gar keinen, und deshalb versuchen sie in endlos wiederkehrenden Eskapaden das innere Zerren zu löschen? Suchen Bitches nach Nähe und haben gleichzeitig Angst, diese zuzulassen?

Jeder denkt zu wissen, wer und was Schlampen sind. Ich glaube, wir unterliegen da einem ziemlichen Irrtum. Das Thema ist komplex, und es wäre schlampig, es an diesem Punkt als abgeschlossen zu betrachten.

Ich möchte deshalb mit einem Statement enden, welches ich heute auf der Twitter Seite einer Slut gelesen habe:

Es ist ein massiver Unterschied, eine Schlampe, oder seine Schlampe zu sein.

Das wiederum, verstehe ich mühelos.

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Die Synonyme aus diesem Beitrag stammen von sprachnudel.de (das ist keine Anzüglichkeit, ihr Lieben)

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Hat dir dieser Artikel gefallen? Schenk’ mir ein Like, einen Kommentar, oder folge mir. Ich freu’ mich.

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44 Gedanken zu “Scharfe Schlampen

  1. Fettnapftante sagt:

    Da hast du dich aber schwer verausgabt und meinen Horizont stark erweitert.
    Bei manchen Bezeichnungen musste ich schon recht laut lachen. Dankeschön für das „Stopfen“ der Bildungslücke. LG Chrissi

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  2. majarrr1984 sagt:

    Gratuliere zu dem ausgesprochen GENIALEN Beitrag…
    Schon komisch dass wir immer noch in einer Gesellschaft leben in der jeder weiß was eine Nymphomanin ist und dennoch keiner mit dem Begriff Satyriasis was anfangen kann.
    Es lebe die verlogene Doppelmoral des Patriachats in dem Frauen die sich nehmen was sie wollen als geisteskrank abgetan werden.
    Schöne neue Welt.

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    1. Devote Romantikerin sagt:

      Vielen Dank für das Kompliment, liebe Maya. Freut mich sehr. So ist es. Die promiske Frau wird be- und gezeichnet und mit hunderten von Ausdrücken belegt. Für den sexsüchtigen Mann kennen wir noch nicht Mal die entsprechende wissenschaftliche Bezeichnung. Wenn mir das nächste Mal einer sagt, ich hätte einen geilen Arsch, werde ich antworten: „Satyriast, oder was?“

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      1. majarrr1984 sagt:

        Bitte mach dann auch ein Bild vom Gesichtsausdruck des Empfängers 🙂
        Und zu der Frage war wäre wenn man gewisse Substanzen weglässt…. Es funktioniert natürlich auch ohne, wobei mit der richtigen Dosierung ist es möglich eine unglaublich Intensive Begegnung zu erfahren, die ungeahnte Dimensionen an Empfindungen explodieren lässt. Beinahe so, als wäre Liebe im Spiel…
        Und ich will gar nicht dran denken was passiert wenn beides zutrifft… MOMENTE DIE MAN NIE VERGISST!

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      2. Devote Romantikerin sagt:

        So als wäre Liebe im Spiel…. Uhm, ich fürchte, grade in diesem Zustand ist echte Liebe nicht zu finden. Das Hirn ist auf vollem Egoflug. Was entstehen kann, ist einzig Drama.

        Bleibt die Gretchenfrage: Kann ich das, als die Nüchterne, überhaupt beurteilen? Kannst du das, als die den Substanzen zugewandte, überhaupt beurteilen?

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        1. majarrr1984 sagt:

          Würde ich wenns um Sex geht, mit einem im Zölibat lebenden Priester reden? Hmm…
          Wenn die Liebe gefestigt ist, kann man gemeinsam auf eine Reise gehen. Allerdings immer nur in der Reihenfolge. Anders rum und es passiert das, was du gemeint hast – Egotrip ohne Herzklopfen

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  3. Master Dan sagt:

    Sehr gut beschrieben!
    Mit dein Schluss bin ich absolut einverstanden und möchte ergänzen das wie (fast) immer, der Ton macht die Musik. Manche Beschimpfungen gehen durchaus als Kosename wenn sie entsprechend betont sind.
    Ich überlege allerdings immer noch wie ich „Dödeldockingstation“ betonen sollte damit es sexy wirkt…

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  4. alleinsein1974 sagt:

    Seine Schlampe oder Dreilochstute bin ich gerne….ich mag es wenn er mir gegenüber diese Worte nutzt….ich weiß auch, dass ich danach wieder seine Frau und sein Mädchen seine Freundin bin….aber beim Spiel ggf der Vorführung darf es deftik sein.

    Lach.—–Bin ich jetzt ne Schlampe??? Dich anguck

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  5. mrfreeze01 sagt:

    Tatsächlich interessanter Beitrag, der zum Nachdenken anregt. Zwei Dinge gehen mir dabei spontan durch den Kopf, die mich natürlich schon sehr lange bewegen:

    – Sind „Wir“ (und damit meine ich Frauen und Männer) tatsächlich nur das Eine (also wollen benutzt werden oder andere benutzen, wollen Schlampe oder Heilige sein, submissiv oder dominant, monogam oder promiskuitiv usw) oder ist es nicht so, dass all diese Aspekte mit unterschiedlichen Gewichtungen in uns schlummern. Und leider nur die wenigsten auch einmal „gelebt“ werden dürfen.

    – Ist es umgekehrt wirklich möglich, die Sexualität so vollkommen abgetrennt von dem Rest des Lebens zu sehen. Ist dieser Anspruch nach entsprechendem Respekt und Toleranz vor den verschiedenen Formen der Sexualität tatsächlich lebbar? Damit meine ich (als vielleicht extremes Beispiel): Könnte ich meinen Chef respektieren wenn ich wüsste, dass er darauf steht von Domsen beschimpft und erniedrigt zu werden, vorgeführt zu werden usw? Ist das wirklich möglich oder machen wir uns mit diesem Anspruch nach Toleranz nicht etwas vor? Könnte ich meine Chefin respektieren, wenn ich wüsste, dass sie darauf steht, sich nachts auf Parkplätzen von fremden Männern ficken oder befingern zu lassen? Wie siehts mit meinen Kolleginnen, Nachbarinnen aus? Ich bin mir da sehr unsicher.

    Und die wichtigste Frage:

    – Warum begegnet mir so selten die sexuell aggressive „stolze“ Schlampe, die mich gerade deshalb „erlegen“ will, weil ich „gebunden“ bin? Sollte ich vielleicht unfreundlicher, barscher uninteressierter tun? 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Devote Romantikerin sagt:

      Hallo, und vielen Dank für dein bemerkenswertes Feedback.

      Sweet dreams are made of this, who am I to disagree? 🙂

      Nun, alles schlummert in jedem. So wie wir alle aus den gleichen Körperzellen bestehen und trotzdem in Millionen von Varianten auf dem Erdball rumspazieren. Auch in den Neigungen haben wir verschiedene Gewichtungen und das daraus zusammen gesetzte “Puzzle” sieht jedes mal wieder anders aus.

      Stimmt das? Nur die wenigsten davon “dürfen” gelebt werden? Meiner Meinung nach sollte alles Raum erhalten, was in uns ist. Natürlich unter der Prämisse, dass es anderen keinen Schaden zufügt. Wir können uns nicht auf Dauer verstellen, ohne irgendwo darunter zu leiden.

      Toleranz… nun ja. Unsere Gesellschaft ist sehr klar darin, was jeder zu tun und zu lassen hat. Du als Mann sollst stark auftreten (und gleichzeitig bitte verschissene Windeln wechseln), ich als Frau soll… Aber das kennen wir alle. Nicht umsonst trete ich hier unter einem Pseudonym auf. Zwar habe ich jede Menge Freunde und mit diesen einen sehr offenen Umgang mit dem Thema. Wichtig ist aber, dass i c h entscheide, wer so viel von mir weiss, und wer nicht. Wenn du dir die Fragen für dich selbst stellst, möchte ich dir gerne folgende Inspiration mitgeben: Du überlegst ja, ob du einen devoten Chef akzeptieren könntest. Nun, anscheinend findest du es ein wenig “speziell”, dir seine Sexualität konkret vorzustellen. Tritt mal geistig einen Schritt zurück. Nun werde dir folgendes bewusst: Quasi jeder Mann hat perverse Fantasien, nicht wahr? Und, anscheinend hat auch ein grösserer Teil der Frauen Fantasien, die sich um “fragwürdige” Dinge drehen, wie beispielsweise Vergewaltigung. Fazit: Wir könnten uns alle gegenseitig im Berufsleben nicht mehr akzeptieren, wenn wir uns unsere jeweiligen Gedanken bewusst machen würden. So, und wenn uns das jetzt klar ist, können wir dann nicht einfach den devoten Chef, die dominante Hausfrau, die Schlampen-Uniprofessorin einfach so sein lassen wie sie sind, und nicht weiter dran hängen bleiben?

      Grins. Wenn du auf deine letzte Frage eine Antwort gefunden hast, berichte bitte. Das interessiert uns 😉

      Weil der Song so genial zu deiner Fragestellung passt, hier:

      Gefällt 3 Personen

      1. JanJan sagt:

        Wow wahnsinnig toll beschrieben.
        Zum Glück sind wir heute in vielen Dingen offener geworden, auch, wenn es aus beruflicher Sicht eben manchmal nicht zu vermeiden ist, nicht jedes schmutzige Detail offen zu legen, bei Menschen, die einem persönlich kennen… leider.
        Aber gerade in den letzten Jahren ist mir persönlich aufgefallen, dass gerade Frauen viel offener zu ihren Wünschen stehen und diese auch definieren. Und ja… Frauen haben mitunter ganz spezielle Phantasien, die mitunter nicht mal Männer nachvollziehen können.
        Die Frage von MrFreeze könnte man im Grunde auch allgemein halten: Könnte / möchte man sich seinen Chef oder noch besser vielleicht sogar seine Schwiegermutter ÜBERHAUPT beim Sex vorstellen?? Wer damit kein Problem hat, dem sollte es auch keine Probleme bereiten sich vorzustellen, die Schwimu schwingt vielleicht Nachts als Domina die Peitsche. 😉 Mir ist das völlig egal, wichtiger ist doch dieser Mensch ist befriedigt und glücklich und damit nämlich ausgeglichen und ein GUTER Chef oder eine zufriedene Schwimu. Wer ewig sexuell frustriert ist, trägt das auch in seinem (unzufriedenen) Verhalten nach aussen und… nervt vielleicht gerade MICH. 😉

        Gefällt 1 Person

          1. JanJan sagt:

            Ich kann da noch hinzufügen: Auch bei einem erfülltem Sexleben kann ich ganz höchst persönlich den MagicWand empfehlen, ob allein oder zu zweit, das Teil ist ja fast die beste Erfindung seit langem. 🙂
            Überlege gerade kommt der noch VOR oder HINTER meiner Klimaanlage?? Okay der Sommer ist vorbei… *grins*

            Gefällt 1 Person

      2. mrfreeze01 sagt:

        Danke für die super Antwort. Ja, in vielerlei Hinsicht seh ich das auch so. Oh, ich könnte wahrscheinlich auch einen devot veranlagten Chef akzeptieren. Naja.. da ich ein wenig dominant veranlagt bin, könnte das dann schon ein schwieriges Verhältnis werden.. ich gebe dir vollkommen recht, dass die meisten Menschen auch mal „perverse“ Fantasien haben. Und es wäre nett, wenn wir „die Menschen dann einfach so sein lassen könnten wie sie sind usw.“ Aber so ist das Leben ja nicht. Wär ja schön, wenn das Leben so „wir sind alle fair und kooperativ und jeder darf so sein wie er/sie ist“- wäre. Aber schon in der Schule bekommen die Menschen (nach meinem Eindruck immer stärker) beigebracht, dass Konkurrenz und Wettbewerb dazu gehört. Und dass es dabei auch nicht immer fair zu geht. Wer behauptet, die Menschen, die wirtschaftlich erfolgreich und mächtig sind, hätten dies – klar sind die auch sehr fähig – in erster Linie mit toleranten und fairen Methoden erreicht.. das entspricht nicht meiner Erfahrung. Und wenn jemand sexuelle Fetische auslebt, die von vielen Menschen als ein wenig „abseitig“ beurteilt werden (und dass dies bei bestimmten Sachen noch sehr lange so sein wird, davon gehe ich aus), der hat – wenn das bekannt wird – eine Schwäche, die sehr gut gegen ihn/sie verwendet werden kann. Und die wird jemand ausnutzen. Und – wenn das meine Chefin / Chef wäre und ich die Person nicht leiden kann bzw. wenn die mir „im Weg steht“ – ich glaube, dann würde ich das auch tun. Im Grunde ist meine Frage eher, wie das denn gehen soll, in einer Welt, die keineswegs in erster Linie auf Menschenfreundlichkeit und Toleranz und „gleiche Chancen für alle“ aufgebaut ist, gerade im erotischen Bereich tolerant zu sein? Ich glaube nicht, dass das geht. Es bewegt sich was, ja, aber sehr langsam und mit großen Rückschritten.

        Ja und natürlich werde ich berichten, wenn ich auf meine letzte Frage eine Antwort gefunden habe 😉

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      1. Kadee Mazoni sagt:

        Ich danke Dir! Das war sehr, sehr aufklärerisch. Toll, dass es solche Leute wie Dich gibt. Ich glaube, wirkliche Befreiung gibt es erst dann, wenn wir es verstehen, unsere Triebe auszuleben. Ich wünsche Dir bei all Deinem Unterfangen das beste Gelingen. Ich wünsche Dir die besten Orgasmen der Welt.

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  6. Marcello Francé sagt:

    Man kann alles positiv oder negativ deuten, je nach Kontext, dabei kann es in gewissen Zusammenhängen zu Verbesserungen, oder Verschlechterungen kommen, Bsp. Für ersteres sind z.B. bei den Herren das Lied It’s Hard out here for a Pimp (Three 6 Mafia)
    oder umgekehrt It’s hard out here for a Bitch (Lily Allen), Genauso wie das N- Wort:
    Rather Be ya Nigga (2pac), Schwul oder Ratatouille (ursprünglich Restefraß)

    Ich glaube, die Wörter sind ziemlich willkürlich. Es kommt darauf an, was du damit sagen willst 🙂

    Gefällt 1 Person

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