Erste Erfahrungen

Der geschätzte Frauenversteher hat mir ein kleines Geschenk dagelassen, welches ich mit euch teilen möchte. Ich nenne die Geschichte

Guten Morgen, du Schöne

Sie zitterte … Auf ihrem Weg zurück überkam sie immer wieder die festen Gedanken an das, was in der Nacht zuvor geschehen war. Niemals zuvor hatte sie sich diesem Rausch der Lust und der Schmerzes so intensiv hingeben können. Das Leben, in welches sie zurück ging, war anders. Sie war angepasst, strebsam, unauffällig, lieb zu sich und zu den anderen. Aber er … DER ER … ließ sie fliegen. Er hauchte ihrer Seele immer wieder neues Leben ein, wenn sie glaubte,den Zenit erreicht zu haben. Immer wieder stachelte er sie an und seine Worte waren Wind unter den neu entdeckten Flügeln. Als sie zu ihm ging, hatte sie Bedenken, ob das wofür sie sich entschieden hatte auch wirklich das war, was sie für sich wollte. „Ficken kann jeder …“, hatte er mal zu ihr gesagt, aber sie konnte sich aus seinen Schilderungen und Bildern nur ansatzweise vorstellen, was er damit meinte. „Ficken ist nett, kann man mal haben … ich bringe Dir bei, wie man fliegt, meine Schöne.“ Meine Schöne … als sie zu ihm ging, klang das wie Hohn. Aber sie sagte nichts dazu. Ließ ihn gewähren und nahm das Geschmeichel einfach innerlich knicksend mit einem „Danke, mein Herr :-*“ an. Nur Worte. Sie konnte nichts Schönes an sich entdecken. Als ihr Blick nun zufällig auf das frisch geputzte Fenster der Bahnhofsmission fiel, blieb sie stehen. Sie musterte sich. Sie spürte seine Blicke auf ihrer Haut, als würde er vor ihr stehen. Wie er sie musterte, bemusterte. Sie überall anfasste. Eroberte. In Besitz nahm. Scharf drang die Luft in ihre Lungen, so als hätte er gerade seine Hand von ihrem Hals genommen. Seine Zeichen auf ihrer Haut begannen zu glühen und gaben ihr eine seelische Wärme und ein absolut reines Gefühl der Geborgenheit.

‚Sicherheit im Zeichen des Dom.‘

Sie lächelte …

 

Text von Frauenversteher@Falbalus  , Twitter

Bild von Sabina Mlejnek

11 Gedanken zu “Erste Erfahrungen

  1. Mic sagt:

    Also mir gefällt’s! Vor allem umschifft es das eigentlich naheliegende Ende, dass sie sich nun doch schön findet, weil er sie schön findet. Gezeigt wird aber, wie ein Umdenken einsetzt, das vielleicht irgendwann zu einer solchen Erkenntnis führen könnte. Doch, das hat was!

    Auch, wenn es nichts mit wildem Kissenwühlen zu tun hat, oder was immer mir „langweilig“ sagen soll.

    Gefällt 1 Person

  2. Sunny sagt:

    Liebe Romantikerin!

    Eine schöne Geschichte!
    Man muss eintauchen, sie – wie so viele Geschichten – an sich heranlassen, dann wird sie wundervoll.

    Es ist einfach, sich schön anonym – hinter Pseudonymen versteckt – despektierlich über andere zu äußern. Manchmal ist es jedoch hilfreicher, besser gar nichts zu sagen. Gerade, wenn man nichts zu sagen hat.
    Höchst bedenklich wird es, wenn man dem noch eines draufzusetzen versucht, weil man berechtigte Kritik an seinem Kommentar erfährt. Es disqualifiziert den Kommentator auf ganzer Linie, woran die Leserschaft auch keinen Zweifel lässt.

    Obwohl kein Freund der Zensur, begrüße ich Deinen Vorstoß, derartige Kommentare zukunftig einfach zu löschen. Wenn man sich nicht benehmen kann, muss man halt mit den Folgen leben.

    Liebe Grüße
    Sunny

    Gefällt 1 Person

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