Rotbäckchen, Tag 2

Lilith

Lilith ist eine Göttin. Sie ist magisch, leidenschaftlich, sinnlich, atemberaubend, abenteuerlich und weise. Ihr Willen ist unbezähmbar, was ihr schon immer einigen Ärger eingehandelt hat. Zum Beispiel, weil sie keine Lust hatte, den guten Adam zu heiraten und ihm eine „treu sorgende Ehefrau“ zu sein.

Eine moderne Lilith wird sich niemals in High Heels quetschen, im Kostümchen die Spiele der Männer mitmachen und doppelt so viel arbeiten, nur damit sie als „Dekoration“ aufgenommen und mit den unbeliebtesten Aufgaben betraut wird.

Sie ist resistent gegen den Teufel und symbolisiert positiv die gelehrte, starke Frau.

Manch eine Lilith ist gleichzeitig saF, eine submissive Alpha Frau. Sie hält den Apfel vom Baum der Weisheit in der Hand und zieht dich durch ihre sinnliche Natürlichkeit in ihren Bann.

Die Frage ist nicht „Verführt sie dich, vom Apfel zu essen?“

Sondern vielmehr „Schaffst du es, ihren messerscharfen Verstand zu beruhigen, ihr Herz zu erobern und ihre Liebe zu gewinnen? Wagst du es, eine Frau zu lenken und zu der deinen zu machen, die eigenständig und stark ist? Die immer eine Verbündete, aber niemals eine Folgsame sein wird?“

Dann küsse eine Lilith

18 Gedanken zu “Rotbäckchen, Tag 2

  1. rdesade sagt:

    Es soll nicht wenige Männer geben, die vor einer solchen Lilith Angst haben.
    Aber ist das nicht die wahre Herausforderung für einen Dom. Eine Frau zu beherrschen, die ihm ebenbürtig ist.
    Gibt es überhaupt solche Liliths, oder sind sie nur das Wunschbild von Frauen?
    Und wie gehen die Geschichten mit Liliths aus?
    Ich komme ins Grübeln

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    1. Devote Romantikerin sagt:

      Neuerdings und immer mehr scheint es Männer zu geben, die absolut nach einer ebenbürtigen Partnerin verlangen, grade wenn sie Dom sind. Und ja, es gibt solche Liliths. Sehr viele sogar, würde ich sagen. Wie solche Geschichten ausgehen? Eine sehr spannende Frage. Ich bin gespannt, ob es hier Antworten gibt…

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      1. waldstern sagt:

        Das halte ich nicht für einen „Neuerdings-Punkt“.

        Schon vor zwanzig Jahren begann der Wechsel, dass der Chefarzt nicht mehr die Krankenschwester bevorzugte, sondern die Oberärztin favorisierte. Ich kenne da jedenfalls einige Fälle, wo Männer sich neu orientierten, jedoch nicht klischeehaft zu einem jüngeren (und manchmal auch hübscheren) Weibchen, sondern zu einer Frau auf Augenhöhe.

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      2. HansG sagt:

        Ja, es gibt natürlich ebenbürtige Frauen. Frauen, die einen eigenen besonderen Reiz besitzen. Frauen, mit und an denen sich Mann gerne reibt. Denn ohne Reibung keine Hitze und ohne Hitze kein Feuer. Aber sind es wirklich viele? Ich zweifle. All zu oft ist es dann doch nur eine rachsüchtige, sich aufplusternde Eva. Mehr Schein als Sein.

        Auch eine schöne Interpretation, wie ich finde:

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          1. HansG sagt:

            Eine Eva genauso ihren Reiz, wenn auch einen anderen. Eine Eva hinter sich zu wissen, die sich bemüht einem die Last leichter zu machen, stärkt und hilft, dem was noch kommen mag ins Auge zu sehen ist auch viel wert.

            Was ich meine sind Frauen, und diesen Typ gibt’s ähnlich auch unter Männern, die für sich Augenhöhe beanspruchen, jedoch unwillig sind Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen.

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            1. HansG sagt:

              Ich muss zugeben, saF als Begriff war mir bisher nicht geläufig. Du hast zum Glück eine schöne Definition im Blog sowie einige spannende Diskussionen. 🙂

              Wie ich schon schrieb, ohne Reibung keine Hitze. Man muss natürlich Gefallen daran finden sich ihren Respekt immer wieder zu verdienen. Nicht um des Machtkampf willens; eher aus Spaß und Freude am Widerstreit.

              Wild und angriffig kann manchmal das Salz in der Suppe sein. Zumindest wenn sie sich danach nicht wegduckt. 😉

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            2. Devote Romantikerin sagt:

              Lächel…“saF“ kann dir nicht geläufig sein, denn ich habe diese Abkürzung „erfunden“, weil „Submissive Alpha Female“ ein wenig sperrig ist 😉

              Ich kann im folgenden nur für mich sprechen: Meinen Respekt, v.a. mein Vertrauen, muss ein Mann sich verdienen, durch seinen Charakter und gelebte Werte. Das macht ihn in meinen Augen erst männlich. Oder, vielleicht sollte ich sagen: menschlich interessant. Denn ich stelle diese Anforderungen auch an mich selbst. Respekt, einmal gewachsen, muss nicht immer wieder „erarbeitet“ werden.

              Es gibt submissive Frauen, die die Provakation und das (bis zur Weissglut) reizen lieben und dies quasi als „sexuelles Vorspiel“ sehen.

              Zu diesen gehöre ich allerdings nicht. Ich liebe die Diskussion und den Austausch, jedoch geht es mir dabei niemals ums „Siegen“. Es ist Inspiration, Lernen. Für manche Menschen ist es wichtiger, in einem Streit als Sieger hervor zu gehen, als um die Beilegung eines Streits an sich. Ich brauche jemanden, der mit mir gemeinsam eine Lösung findet.

              „Wettstreit“ in der Beziehung erodiert mit der Zeit meine Liebe.

              „Ohne Reibung keine Hitze“ …grins. Ja. Und es gibt 1000 Arten, ebendiese zu erzeugen.

              Mit der Erwähnung der provokativen Frauen wollte ich auf etwas anderes hinaus. Nicht alle müssen „rachsüchtig“ sein. Viele wollen auch einfach wissen, dass sie ein starkes Gegenüber vor sich haben. Oder „testen“ die Gewässer, sozusagen. So manche sehr angriffig erscheinende Frau sehnt sich wahrscheinlich tief in ihrem Herzen nach Liebe, hat aber gelernt, auf diese Art Verletzung abzuwehren (nicht, dass es funktionieren würde…). Da braucht es manchmal auch ein bisschen Offenheit vom Mann und die Geduld, die äussere Schale der Lady zu knacken.

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            3. HansG sagt:

              Danke für die Antwort und die Einblicke, die du gewährst. Sie machen, zumindest mich, nachdenklich.

              Ich kann dir nur zustimmen, dass Respekt und ggf. Vertrauen nicht immer wieder neu „erarbeitet“ werden müssen. Wenn doch, läuft vermutlich etwas Grundlegendes in der Beziehung schief. Aber ist es falsch anzunehmen, dass es sinnvoll oder sogar wichtig ist sich die Anerkennung des Partners immer wieder zu verdienen? Menschen machen Fehler oder leisten sich Fehltritte. Passiert dies zu häufig oder intensiv bleibt das nicht spurlos. Beweißt man nun, und sei es nur durch kleine Gesten, dass der vorher gewachsene Respekt oder auch das Vertrauen gerechtfertigt ist empfinde ich das persönlich als stärkend und festigend. Und natürlich kann ich, ebenso wie du, nur für mich selbst sprechen.

              Provokation, reizen oder unartig sein, selbst bis zur Weißglut, ist nicht ungewöhnlich. Auch außerhalb des D/S-Kontextes findet man solche „Elemente“. Nicht umsonst wird Versöhnungssex oft als der beste (Vanilla) Sex überhaupt beschrieben. Passen muss es halt. Allerdings frage ich mich ob ein solch „extremes“ Verhalten bei einem submissiven Menschen nicht schon „Topping from the Bottom“ wäre?

              Ich diskutiere ebenfalls gerne, unterscheide aber verschiedene „Ebenen“. So empfinde ich eine offene Diskussion mit der obersten und ggf. einzigen Regel „Wir sind uns einig, dass wir uns nicht einig sind.“ als äußerst anregend und lehrreich.

              Eine andere Ebene ist für mich die einfache Meinungsverschiedenheit. Natürlich ist es schön wenn man seinen Diskussionspartner von der eigenen Meinung überzeugen kann. Will aber eine Seite, und da stimme ich dir zu, unbedingt als „Sieger“ hervorgehen empfinde ich einen solchen Disput als fruchtlos.

              Beim handfesten Streit sehe ich es ebenso wie du als notwendig an eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Vermutlich gibt es kaum etwas Toxischeres als einen solchen ungeklärten Konflikt.

              „Wettstreit“? Ich fürchte ich kann dir nicht ganz folgen. Wie du vielleicht erkennen kannst schätze ich Konflikte, habe jedoch auch ein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis. Einen fortlaufenden Wettstreit könnte ich mir nur mit einem Menschen vorstellen, mit dem ich nur sporadischen Kontakt pflege. Vielleicht noch in einem begrenzten definierten Rahmen: Wer macht die bessere Mousse au Chocolat?

              Ich verstehe durchaus, dass eine provokante und angriffige Frau damit ggf. die Stärke eines potentiellen Partners prüft. Ich begrüße ein solches Verhalten sogar, lässt es doch auf ein tieferes Interesse schießen.

              Das Adjektiv rachsüchtig habe ich bewusst gewählt. Mir ist natürlich klar, dass sich meine Erfahrungen nicht verallgemeinern lassen. Schon deshalb nicht, weil dies nur auf einen Teil meiner Bekanntschaften zutrifft. Zudem wäre es wohl auch dumm wenn man neuen Bekanntschaften gegenüber nicht mehr offen sein wollte.

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  2. hataibu sagt:

    Ja, Lilith. Sie ist stark, selbstbewusst und weiß, was sie will. Sie gibt meinem Leben eine Aufgabe und einen Rahmen. Dank ihr weiß ich, wozu ich imstande bin. Sie ist meine Königin und mein Leben, für sie tue ich alles, und ich werde immer für sie da sein. Sie weiß stets wohin die Reise geht und ich kann meine Stärke und mein Wissen in ihren Dienst stellen. Sie ist die Liebe meines Lebens.

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