Rotbäckchen, Tag 3

Hanni Holle

Ich sitze am hölzernen Esszimmertisch und stecke mir eine Pfeife an. Aus der Küche duftet es verführerisch nach Vanille. „Hanni, was treibst du? Komm‘ her!“ Mit geröteten Wangen und einem strahlenden Lächeln erscheint sie tänzelnd im Türrahmen „Ich mache Vanille Gipferl, Meister“. Mein Blick wandert über ihren wohlgerundeten sinnlichen Körper. Schon auf Höhe ihres prallweichen Decolletés muss ich aufpassen, dass ich nicht völlig den Faden verliere.

„Du kleines Luder, hast du nichts anderes zu tun? Wie sieht es beispielsweise mit dem Wetter aus?“ – „Ich wollte Sie erfreuen, Meister“

„Ja, das sagst du so! Ist es nicht eher, dass du mich verführen willst, und ablenken, von deinen Missetaten?“ Mein Blick schweift zum Fenster hinaus und hinunter auf die Erde „Guck dir mal Deutschland an, dieser Nieselregen!“ – „Meister, dafür kann ich nichts, wirklich. Das ist Knecht Rup..“

„Still! Such‘ mir jetzt bloss keine Ausreden! Was ist mit den Temperaturen? Verdächtig mild, findest du nicht? Die Schweiz war an etlichen Tagen im November bis zu 20 Grad warm und sonnig. Schämst du dich nicht?“ – „Aber Meister, wie soll denn ich…“

„Gib‘ es zu, du kleines freches Gör. Warst du mal wieder beim Weihnachtsmann am Nordpol?“ Verlegen schart sie mit ihrem Ballerinafüsschen über den Dielenboden. Den Blick gesenkt, fallen ihre langen schwarzen Wuschellocken nach vorne, genau in ihr … Nein! Ich darf nicht daran denken, sonst kann ich unmöglich streng sein. Sie ist einfach zu zuckersüss, die Kleine.

Mit einem tiefen Einatmen betone ich den Ernst der Lage und spreche dann laut: „Hast ihm wieder Pfannkuchen mit Apfelmus gemacht, oder? Und dann das Essen serviert. Mit d i e s e m Ausschnitt! Ein Wunder, dass der Gute nicht gleich an einer Herzattacke gestorben ist! Stattdessen wurde er so heiss, dass er nun den halben Nordpol abschmilzt! Schäm‘ dich!“. – Es kommt ein geflüstertes „Ja, Meister“. Ihr fröhliches Tänzeln hat aufgehört, sie lacht nicht mehr. Verstohlen wischt sie sich mit dem Arm etwas Mehl, dass sich auf ihr Näschen verirrt hat, aus dem Gesicht.

„Und nun zur Hausarbeit. Wie sieht es mit den Betten aus? Wann hast du sie zum letzten Mal ausgeschüttelt?“ Ich sehe ihr an, dass sie am liebsten in den Boden versinken möchte. Sie hasst Hausarbeit.

Langsam erhebe ich mich von der Eckbank und schreite auf sie zu. Sie zuckt zusammen, als ich sie im Nacken packe und Richtung Fenster schubse. Ich öffne, und drücke ihren Oberkörper auf die Fensterbank.

„Wieviele?“ – „Oh, Meister, bitte….“

„Wie viele?!“ – „Hundert“ kommt es mit erstickter Stimme.

Wohl denn! „Bewege dich keinen Millimeter! Und ich will keinen Ton hören! Halt die Augen offen und schau‘ hinab auf die Misere, die du angerichtet hast!“ Sie hat keine Zeit, etwas zu erwidern, denn schon landet der erste scharfe Gertenhieb auf ihrem runden Hintern. Das Fleisch zuckt, als ich Striemen um Striemen auf ihr niedergehen lasse. Herrlich, wie sich ihre zarte milchig weisse Haut langsam rosafarben erwärmt und mit scharfen roten Abzeichen meine Handschrift zeigt. Es ist hart, ich weiss. Bereits ab 40 Schlägen kämpft sie mit den Tränen. Ich Perversling stelle mir derweil vor, dass aus ihren vollen Brüsten Milch auf die Erde tropfen würde. Sie hält durch, und zwischen ihren Beinen sehe ich es verdächtig schimmern. Wie immer. Ihr Körper spricht seine eigene Sprache. Mein Schwanz auch. Doch der muss vorläufig warten, zugunsten der Meterologie. Schlag 100 ist erreicht, und ich herrsche sie an:

„Und jetzt mach‘ endlich Schnee, Frau Holle!“

 

 

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Was danach geschah: Sünder

10 Gedanken zu “Rotbäckchen, Tag 3

  1. rdesade sagt:

    Nun wissen wir endlich, wer Schuld ist an der Klimaerwärmung. Eine alphasubsige Frau Holle und ein Dom, der sich nicht durchsetzen kann. Er sollte sich ein Beispiel nehmen an dem Dom in dieser Geschichte. Dann würde es der Klimakonferenz in Paris nicht bedürfen. Alternativ sollten wir den Teilnehmern dort den Hintern versohlen. Das könnte auch helfen

    Gefällt 1 Person

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